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Strickstoffe verarbeiten: Bündchen annähen

Ich finde, an Strickstoffen sieht man immer am ehesten, ob selfmade oder nicht. Kunststück: die Industrie strickt die Abschlüsse gleich mit an – das kriegt man als Selbermacherin nun mal einfach nicht hin. Macht aber nix – man kann aus der Not ja auch ne Tugend machen! Zum Beispiel, indem man die Bündchen, Säume und das Halsloch zu einem kleinen Highlight macht.

Ich liebe ja so kleine Spielereien – und besonders, wenn ich das Ton in Ton hinkriege.

Bei diesem Modell bot es sich auch förmlich an, denn die Webkante und die Abseite des Stoffes stehen der rechten Seite in punkto Schönheit in nichts nach! Also habe ich die Webkante über die ganze Länge des Stoffes abgeschnitten (ich hatte ungefähr 1,80m) und für das Halsloch, die Ärmelsäume und den unteren Saum passende und etwa 2cm breite Streifen zugeschnitten.

Diese habe ich dann LINKS auf RECHTS angenäht, damit man die Frottee-Abseite des Wollfrottees auch sieht. Anschließend wird das Ganze dann noch von rechts abgesteppt, damit sich nicht hochrollt  – und fertig! Das kann man übrigens auch super mit vielen Walkstoffen machen.

Jetzt aber nochmal ein Wörtchen zum Stoff: das ist nämlich ein ganz feines Material, dass ich hier zwischen die Finger gekriegt habe! Ich durfte mal wieder designnähen und zwar für die liebe Claudia von Danisch Pur! Das ist ja immer ein Fest weil ihre Stoffe einfach einzigartig und was sehr Besonderes sind. Claudia produziert vornehmlich Wolle/Seide-Stoffe, Walk und Wollfrottee (das ist der hier auf den Bildern).

Ich kannte diese Stoffart nur weil sie uns ein Riesenloch ins Portemonai gefressen hat als unsere Tochter ganz klein war. Sie ist nämlich ein Winterkind und das Erste, was ihre Haut berührt hat, war ein Body und ein Schlafanzug aus Wolle/Seide! Für Kinder gibt es da ein reichhaltiges Angebot – für Erwachsene nicht! Und schon gar nicht in schön! Also habe ich sehr lange nach diesen Stoffen als Meterware gesucht weil ich sie so gerne auch mal für mich vernähen wollte.

Zum Glück ist Claudia auf die Idee gekommen, das Zeug selber zu produzieren und jetzt kann ich schwelgen! Naja, manchmal. Denn die Geschichte hat einen winzigkleinen Haken: das Material ist teuer. Aber es ist jeden Cent wert und man kann es ewig tragen. Ich könnte da jetzt noch weiter drüber sinnieren aber schaut doch mal auf ihre Seite – da steht alles ganz genau. Es gibt außerdem noch eine Facebook-Gruppe mit vielen Tips und Tricks zur Verarbeitung.

Und hier nochmal die facts zum Pullover:

Schnittmuster LISBETH, verlängert und mit Bogen unten, verlängerten Ärmeln, ohne Brustabnäher

Wollfrottee in wollweiß (Verbrauch etwa 1,8m) von Danisch Pur.

XXX,

Antje

 

 

 

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